Diskriminierung – Banken leihen Älteren ungern Geld

Wer so langsam auf den 60. Geburtstag zusteuert, sollte sich sputen – falls er noch ein Darlehen aufnehmen möchte. Zwar gibt es offiziell bei den Banken keine Altersbeschränkung im Hinblick auf die Darlehensvergabe, intern jedoch gibt es sehr wohl Vorgaben im Zusammenhang von Alter und Kreditzusagen.

Verbraucherschützer bemängeln schon seit längerem die Tatsache, dass ältere Kunden als Darlehensnehmer unerwünscht sind. Nach deren Angaben erhalten selbst vermögende Kunden mit entsprechenden Sicherheiten ab 60 aufwärts nur noch eine Kreditzusage in Höhe von maximal 3 Monatsrenten. Dahinter steckt die Angst der Banken, der Kunde könnte wegsterben, bevor der Kredit zurückgezahlt ist. Ein in meinen Augen geradezu lächerliches Argument, wenn man die derzeitigen Spekulationsverluste im Bankensektor betrachtet. Auch hier wird – wie in so vielen Lebensbereichen – bei unbescholtenen Bürgern absolut kleinlich gehandelt und im großen Stil Geld verzockt.

Nach Aussage des Sprechers des Sparkassenverbands Bayern ist das Thema Alter und Kreditvergabe ein „schwieriges“ Thema. Kreditsumme und Lebensalter müßten einfach in einem vernünftigen Verhältnis zu einander stehen. Was „vernünftig“ heißt, wird dabei nicht spezifiziert. Schließlich wolle man weder den Kunden verärgern, noch in die Situation einer Zwangsversteigerung kommen.

Benötigt ein Kunde ab 50 einen Baukredit, erhält er diesen in der Regel nur gegen Abschluss einer Restschuldversicherung, die bis zu 30% der Kreditsumme betragen kann. Ab 70 Jahren ist es so gut wie unmöglich, noch einen Kredit zu erhalten – egal ob bei der Bank, oder für einen Ratenkauf im Mediamarkt.

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