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Risiko Schlaganfall (Hirzinfarkt)

Das Risiko lässt sich leider nicht völlig ausschalten, aber es gibt einige Maßnahmen, die 4 von 5 Schlaganfällen verhindern können.

Infarkte des Gehirns treten mittlerweile häufiger auf wie Herzprobleme und auch die Folgen sind schwerwiegender. Mehr als die Hälfte der Betroffenen behalten nach dem Schlaganfall eine Behinderung zurück. Diese Menschen sind dann in der Regel ständig auf Hilfe angewiesen oder sogar pflegebedürftig. Auch gehören Hirninfarkte zu den häufigsten Todesursachen und das zeigt, welche Ausmaße das Problem angenommen hat.

Für die Vorbeugung gibt es jedoch 5 lebensrettende Regeln:

– Nichtraucher
– Normalgewicht
– Ausreichend Bewegung
– Wenig Alkohol
– Gesunde Ernährung

Das Schlaganfall Risiko wird um 80 % gesenkt, wenn all diese Regeln eingehalten werden. Aber jeder einzelne kann sehr viel tun, um einen Schlaganfall abzuwenden. Schwer fällt natürlich der Verzicht auf Zigaretten, denn die meisten werden ohne Hilfe wieder rückfällig, nur einigen helfen die Nikotinzusatzpräparate wirklich beim Aufhören. Aber nach 5 Jahren ohne Nikotin hat der Körper bereits das Niveau eines langjährigen Nichtrauchers.

Bewegung ist doppelt wirksam

Regelmäßige Bewegung bringt doppelten Nutzen, sie senkt direkt das Schlaganfall Risiko und wirkt gleichzeitig gegen Übergewicht, hohe Blutfettwerte und Bluthochdruck. Mindestens 3 Mal die Woche sollte man sich körperlich anstrengen. Bei Menschen, die krankheitsbedingt keinen Sport ausüben, reichen auch regelmäßige Spaziergänge, am besten mit einem flotten Schritt.
Bluthochdruck ist der bedeutendste Risikofaktor für Schlaganfälle, er kann Gefäßablagerungen und Hirnblutungen auslösen. Deshalb sollte der Blutdruck immer unter 140/90 mmHg liegen, Werte darunter sollte man jedoch auch nicht anstreben. Viele Menschen benötigen Medikamente um den Blutdruck zu senken, aber auch die Lebensweise spielt eine wichtige Rolle, und hier sind wir wieder bei viel Bewegung, nicht rauchen und ausgewogener salzarmer Ernährung.

Bei der Ernährung sollte viel Obst, Gemüse, Fisch und Vollkornprodukte auf den Tisch kommen, dafür wenig Fleisch und richtige Kalorienbomben sollten eine Ausnahme sein. Desweiteren sind gut eingestellte Blutzucker- und Blutfettwerte wichtig, die oft nur mit Medikamenten erreicht werden.

Aber einige Risikofaktoren werden gar nicht erkannt, auch Gefäßausbuchtungen, Atemaussetzer im Schlaf, hoher Alkoholkonsum und auch Depressionen und Stress können einen Schlaganfall auslösen.

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute, denn je mehr Zeit bis zur Therapie vergeht, umso mehr Nervenzellen sterben ab. Deshalb sollte man folgende Symptome auf jeden Fall wahr nehmen:

– Halbseitige Lähmung
– Sprach- und Verständnisprobleme
– Sehschwäche
– Gestörtes Berührungsempfinden
– Gleichgewichtsprobleme
– Unbekannte heftige Kopfschmerzen

Auch wenn die Symptome nur kurze Zeit anhalten, kann es sich um eine milde Form des Schlaganfalls handeln oder es ist die Ankündigung eines großen Schlaganfalls. Auf jeden Fall sollte man umgehend Hilfe rufen.

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