Schutz vor dem Magen-Darm-Virus

Die Noroviren gelten als häufigste Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen, aber man kann vorbeugen.

Menschen können sich durch kontaminierte Lebensmittel mit den Noroviren anstecken, aber auch wenn wir uns im Winter längere Zeit in geschlossenen Räumen aufhalten und die Schleimhäute von der Heizungsluft austrocknen, wird der Erreger leicht übertragen. Das geschieht bereits beim Sprechen durch feinste Speicheltröpfchen oder auch beim Händedruck.

Auch durch verschmutzte Flächen im Sanitärbereich und Türklinken werden die Erreger weitergegeben und für eine Infektion reichen kleinste Virenmengen von 100 bis 1000. Im Vergleich zu dieser Menge scheidet jeder Mensch über den Stuhl täglich Milliarden von Viren aus. Innerhalb von 6 bis 50 Stunden entwickeln die Infizierten Symptome mit Erbrechen und heftigem Durchfall, manche bekommen auch leichtes Fieber. In dieser Zeit sind die Kranken hochansteckend.

Magen-Darm-Erkrankungen sind in der Regel unproblematisch und klingen auch schnell ab. Nur bei Säuglingen, chronisch Kranken und bei alten- oder pflegebedürftigen Personen kann es durch den hohen Flüssigkeitsverlust zu Problemen kommen. Die Betroffenen sollten deshalb reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen, vereinzelt werden auch Infusionen und Bettruhe verordnet. Zwei Tage mach Ende der Symptome können Kinder wieder in die Schule und Erwachsene zur Arbeit. Einige Bundesbürger können sich gar nicht infizieren, weil sie einen kleinen nicht krankmachenden Gendefekt ausweisen. Hier fehlt der Rezeptor, an sich das Norovirus andocken kann.

Eine Grundregel lautet, nach jedem Toilettengang die Hände gründlich waschen und nur bei geschlossenem Toilettendeckel spülen. Wer das nicht tut, bringt massiv Aerosole in den Raum, die andere dann einatmen. Flächen und Türklinken sollten jetzt besonders sorgfältig gereinigt werden, denn die Novoviren bleiben mehrere Tage stabil und ansteckend. Natürlich sollten Erkrankte auch kein Essen für andere zubereiten und wer kocht, immer vorher die Hände waschen.

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