Venenleiden und Kompressionsstrümpfe

Fast ein Viertel der Menschen in Deutschland ist von Venenleiden betroffen. Diese äußern sich in der Regel zunächst als leichte Durchblutungsstörung in den Beinen und enden oft in schweren chronischen Leiden. Venenleiden gehören somit zu den großen Volkskrankheiten und ein wichtiges Hilfsmittel bei Venenleiden ist die Kompressionstherapie. Denn in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte bereits nachgewiesen werden, dass der Patient ohne entsprechende Kompressionstherapie seinem Venenleiden auf lange Sicht machtlos ausgeliefert wäre.

Tagtäglich baut unser Herz mit jedem Schlag Druck auf, der das sauerstoffreiche Blut in den Körper hinein pumpt aber nicht groß genug ist, um das verbrauchte Blut wieder zurück zu transportieren. Für den Rücktransport des verbrauchten Blutes sorgen die Venen, die um den Transport zu beschleunigen über Ventile (Venenklappen) verfügen. Letztere reagieren auf von den Muskeln erzeugten Druck, sodass bei jeder Bewegung der Muskeln Blut durch ein Ventil in die nächste Kammer gepresst wird. Neben dem Herz sind also die Muskeln für den Bluttransport verantwortlich.

Bei Menschen mit einem Venenleiden wird das Blut nicht mehr abtransportiert und staut sich in den Beinen. Dies hat zur Folge, dass sich die Venen stark ausdehnen, bis sie nicht mehr in ihre ursprüngliche Form zurückfinden. Kompressionsstrümpfe üben Druck auf das Gewebe und die Gefäße aus. Die erweiterten Venen werden auf einen normalen Durchmesser zurückgedrückt und Venenklappen, die noch nicht zerstört sind, schließen sich wieder. Der äußere Druck setzt Rückfluss des Blutes wieder in Gang und die Beine schwellen ab. Kompressionsstrümpfe sind also ein gutes Hilfsmittel bei Venenerkrankungen und sollten bereits bei einem leichten Kribbeln in den Waden oder bei müden und angeschwollenen Beinen getragen werden.

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