Vorsicht vor stark überhöhten Kosten

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat schwere Vorwürfe gegen Anbieter von Verbraucherkrediten erhoben. Viele Banken würden Kunden systematisch zum Abschluss teurer Kreditausfallversicherungen drängen. Bankkunden wurden nach ihren Erfahrungen bei der Kreditvergabe befragt: Es kam zu über 200 eidesstattlichen Erklärungen. Durch diese eidesstattlichen Erklärungen ist eindeutig belegt:

Bei mehr als der Hälfte der Fälle wurde der Kredit den Kunden nur dann gewährt, wenn diese gleichzeitig dem Abschluss einer Restschuldversicherung zustimmten.

Besonders negativ fielen dabei folgende Banken auf: Die Santander Consumer Bank, die Citibank, HypoVereinsbank und die Norisbank.

Die Verbraucherzentralen versuchen nun den Banken nachzuweisen, dass die Kreditverträge an den Abschluss von Restschuldversicherungen gekoppelt sind. In diesem Fall wären die Banken nämlich gesetzlich verpflichtet, die Versicherungskosten in den Effektivzins mit einzuberechnen.

Die Banken bestreiten dies natürlich. Denn damit wäre klar erkennbar, dass die Kredite extrem teuer sind und die tatsächlichen Kosten pro Jahr bei bis zu 40 % der Kreditsumme liegen.

Genau diese Kosten jedoch legen die Banken nicht offen und handeln damit nach Ansicht der Verbraucherzentralen rechtswidrig.

In vielen Fällen verkauften die Banken die teuren Versicherungen auch dann, wenn es für die Kunden günstigere Formen der Kreditabsicherung gegeben hätte: Obwohl über 40% der Antragsteller bereits eine Lebensversicherung hatten und diese als Sicherheit hätten abtreten können, wurden die Kunden trotzdem zum Abschluss einer Restschuldversicherung gedrängt.

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